Heatmap und Routinen
In diesem Video erfährst du, wie du mit einer Heatmap Fehlerwissen sichtbar machst und mit Routinen konkrete Lösungen ableitest
Geschrieben von Tommy Giesbrecht
Zuletzt aktualisiert Vor 4 Monaten
Was sind Heatmaps und Routinen?
Die Heatmap bildet das Fehlerwissen ab: Sie zeigt, welche Fehlerursachen mit welchen Symptomen zusammenhängen – und wie häufig diese Kombinationen in der Praxis vorkommen. Darauf aufbauend können Sie Routinen hinterlegen: konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Behebung dieser Ursachen.
Begriffserklärungen
🔍 Symptom: Ein beobachtbares Merkmal wie ein Geräusch, Geruch oder eine Anzeige.
🛠️ Ursache: Ein behebbarer Fehler, der ein Symptom auslöst.
📋 Routine: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Behebung einer Ursache.
Häufigkeiten
In der Heatmap verbinden Sie Ursachen mit Symptomen mithilfe von Häufigkeiten, also:
immer – tritt jedes Mal gemeinsam auf
oft – tritt in vielen Fällen gemeinsam auf
selten – tritt nur gelegentlich gemeinsam auf
nie – kein Zusammenhang bekannt
Wichtig ist: Zuerst die Ursache festlegen, dann das Symptom bewerten.
Bei ___ (Ursache) erkenne ich ___ (Häufigkeit: immer, oft, selten, nie) das ___ (Symptom).
In vier Schritten zur ersten Wissensbasis
Die Wissensbasis strukturieren
In findIQ gibt es zwei zentrale Prinzipien, um Wissen zu strukturieren: Labels und Verkettungen.
Damit lässt sich Wissen gezielt einordnen und später leicht filtern oder durchsuchen.
1. Wissen mit Labels kategorisieren
Innerhalb einer Vorlage können Bausteine wie Ursachen, Symptome oder Routinen mit Labels versehen werden.
Beispiele für Labels:
Art des Fehlers: mechanisch, elektrisch, softwarebedingt
Bereich der Maschine: Hydraulik, Steuerung, Sensorik
Varianten abbilden: Software-Versionen, Baureihen
2. Vorlagen mit Verkettungen verbinden
Verkettungen dienen dazu, verschiedene Wissenselemente zusammenzubringen und dadurch wiederverwendbar zu machen.
Beispiele für Verkettungen:
Maschinen zu Produktionslinien: Mehrere Maschinen können über Verkettungen zu einer kompletten Produktionslinie zusammengeführt werden.
Baugruppen zu Maschinen: Einzelne Baugruppen lassen sich zu einer gesamten Maschine verknüpfen.
Varianten abbilden: Eine Maschine kann mit unterschiedlichen Modulen kombiniert werden – z. B. Maschine 1 mit Modul 1 oder Maschine 1 mit Modul 2.
Vorlage oder Labels? – Entscheidungslogik
Labels nutzen, wenn …
Das Grundwissen gleich bleibt, sich nur Details unterscheiden.
Unterschiede eher variantenbezogen sind (z. B. Baureihe, Software-Version, Ausstattung).
Man Vergleiche oder Filter braucht, um unterschiedliche Varianten auf einen Blick sehen zu können.
Neue Vorlage anlegen, wenn …
Das Wissen soll an mehreren Stellen wiederverwendet werden.
Es geht um ein eigenständiges Wissenselement, das unabhängig bestehen kann.
Inhalte unterscheiden sich so stark, dass Labels nicht reichen.