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Legal & Compliance

Tech-FAQ

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Software-Architektur von findIQ und zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in unserer Software. Wir hoffen, dass Sie die hier bereitgestellten Informationen aufschlussreich und informativ finden.

Geschrieben von Tommy Giesbrecht

Zuletzt aktualisiert Vor etwa 1 Monat

🔐 Fragen zur Datensicherheit und Compliance von findIQ

Die Kundendaten, also das Wissen darüber, was die FINDIQ-Software verarbeitet, werden auf Hetzner-Servern in der Europäischen Union (Video) gespeichert - wenn Software-as-a-Service-Hosting ausgewählt wurde.

  • findIQ stellt die Methode, die künstliche Intelligenz und die Software zur Verarbeitung der Daten zur Verfügung, ist aber zu keinem Zeitpunkt Eigentümer der Kundendaten, es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart.

  • Nach einer etwaigen Beendigung des Vertrages werden die Kundendaten bzw. das Wissen an den Kunden zurückgegeben und auf Seiten von findIQ gelöscht, wobei die KI-Systeme bei findIQ verbleiben.

Die aktuelle Liste unserer DSGVO-konformen Unterauftragnehmer und den jeweiligen Verarbeitungszweck finden Sie in der AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag).

  • Erste Wahl: FINDIQ betreibt, pflegt und aktualisiert die Software als Software-as-a-Service (SaaS) Cloud-Service, wobei unsere Software auf Hetzner-Servern in der EU gehostet werden.

  • Zweite Möglichkeit: Die Software wird in der Private Cloud des Kunden bereitgestellt, was FINDIQ nur indirekt die Kontrolle ermöglicht und daher den Support verlangsamen kann.

  • Dritte Möglichkeit: Die Software wird On-Premise auf den Servern des Kunden installiert, wodurch Betrieb und Wartung in die Hände des Kunden gelegt werden. Dies bedeutet, dass der Kunde auch für die vollständige Gewährleistung der IT-Sicherheit verantwortlich ist und dafür eigene Ressourcen bereitstellen muss. Gibt es darüber hinaus Updates der FINDIQ-Software, so ist deren Installation in der Kundenumgebung mit erheblichem Mehraufwand verbunden, und auch der FINDIQ-seitige Zugriff im Supportfall ist aufwändiger.

    Empfohlene Systemvoraussetzungen:

    • 4-Kern-CPU

    • 16 GB RAM

    • 120 GB Festplattenspeicher

    • Fähigkeit, Docker-Container auszuführen

    Hinweis: Als optionale Funktion stellt unsere Software eine Verbindung zu DSGVO-konformen Subunternehmern her, die in unserer AVV aufgeführt sind. Diese Funktionen können auf Wunsch deaktiviert werden oder müssen vom Kunden konfiguriert werden, wenn es sich um eine Private Cloud oder einen On-Premise-Einsatz handelt.

  • Die Implementierung von Wartung, Updates, Backups und aktuellen Sicherheitsmaßnahmen sind permanente Kosten, die der Kunde einspart und von findIQ übernehmen lassen kann.

  • Neben IT-Sicherheit auf höchstem Niveau bringt findIQ stets Best-Practice-Erfahrungen aus seinem Kundenportfolio ein. Die Mehrzahl der Empfehlungen und eine hohe Zufriedenheit beziehen sich bisher auf die Bereitstellung der Software als SaaS-Cloud-Service, insbesondere im Hinblick auf die schnelle Bereitstellung der Software und die schnelle Reaktion im Supportfall.

    • Wir bieten eine Verfügbarkeitsrate von mehr als 99,5 % und stellen ein Incident Response Team bereit, das dafür sorgt, dass dies auch so bleibt.

  • Vollautomatische Backups des gesamten Systems werden alle 2 Stunden durchgeführt, was im Bezug auf die bestmögliche Datensicherung über dem Branchendurchschnitt liegt.

  • Außerdem wird das Backup-System automatisch auf seine Funktionalität überprüft.

  • Die Backups werden zudem in der Microsoft Azure Cloud gespeichert, um eine höhere Redundanz zu erreichen – mit vollständiger End-to-End-Verschlüsselung. Das Rechenzentrum befindet sich in Deutschland.

  • Wir haben eine strikte Trennung zwischen unserer internen IT und unserer Produktionsumgebung (SaaS), in welcher die Anwendungsdaten unserer Kunden gespeichert sind. Der Zugriff auf die Produktionsumgebung ist stark eingeschränkt.

  • Wir verfolgen mit unserer internen IT eine Zero-Trust-Strategie, die durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Geräteverschlüsselung und Intrusion Detection Systeme ergänzt wird.

  • Für unsere Produktionsumgebung (SaaS) setzen wir moderne Sicherheitsmaßnahmen ein, wie zum Beispiel:

    • Ein Brute Force Detection System

    • Ein modernes IAM-System (Identitäts- und Zugriffsmanagement)

    • Firewalls und Virenscanner

    • Strenges Zugriffs- und Update-Management für die Sofware und Server.

    • Automatisierte Sicherheitstests

    • Verschlüsselung im Ruhezustand und bei ein-/ausgehenden Datenübertragungen (TLS/HTTPS-Verschlüsselung)

  • Wir bieten sichere Authentifizierungsverfahren wie SSO (durch Integration mit z.B. Microsoft Entra ID) oder 2FA.

  • Wir bieten unseren Kunden ein Rollen- und Gruppenbasiertes Benutzermanagementsystem, um die volle Kontrolle über den Zugriff und die Beschränkungen ihrer Wissensdaten zu behalten.

  • Wir lassen regelmäßig externe IT-Sicherheitsaudits (durchgeführt von der LocateRisk GmbH) durchführen und stehen auch für individuelle IT-Audits des jeweiligen Kunden jederzeit vor Beginn einer neuen Partnerschaft zur Verfügung.

  • Wir haben eine DSGVO-konforme AVV & TOM

  • Wir unterziehen uns derzeit einer ISO 27001-Zertifizierung.

  • Unser Hosting-Provider Hetzer verfügt über eine ISO 27001-Zertifizierung und zusätzliche externe Audits durch den TÜV Rheinland

  • Servicerelevante Vorgänge (wie z.B. zurückliegende Diagnosen) werden für den Kunden in einer Service-Logbuch sichtbar nachverfolgt.

  • Systemseitige Vorgänge werden von findIQ protokolliert (z.B. Fehlermeldungen, Zugriffsprotokolle und Perfromancemetriken)

Im Logbuch werden nur arbeitsrelevante Informationen dokumentiert - also wer einen Fall eröffnet oder bearbeitet hat, wann dies geschehen ist und welche Schritte unternommen wurden.

  • Name/Initialen der Person, die einen Fall eröffnet oder bearbeitet

  • Zeitpunkt der Erstellung und Änderungen

  • Status des Falls (z. B. in Diagnose, in Reparatur, Gelöst)

  • Bezug zur Maschine/Anlage

  • Ergebnis der Fehlerdiagnose

  • Konkreter Fehler, der aufgetreten ist

  • Durchgeführte Arbeiten und Schritte zur Behebung

Die Daten dienen ausschließlich der Nachvollziehbarkeit im Serviceprozess, der besseren Zusammenarbeit und der kontinuierlichen Verbesserung der Wissensbasis.

Die Logbucheinträge sind für alle autorisierten Nutzer sichtbar, die im Rahmen ihrer Rolle Zugriff auf das jeweilige System oder die betreffende Maschine haben. Sie sind nicht auf die Person beschränkt, die den Fall eröffnet hat. Damit wird sichergestellt, dass relevante Informationen für die gemeinsame Bearbeitung zur Verfügung stehen und alle Beteiligten denselben Informationsstand haben. Der Zugriff ist durch ein Rollen- und Rechtekonzept klar geregelt.

  • Persönliche Daten, wie z.B. individuelle Benutzerkonten, können vom Nutzer selbst bearbeitet oder gelöscht werden.

  • Nach einer eventuellen Beendigung des Vertrages werden die Kundendaten bzw. das Wissen an den Kunden zurückgegeben und bei findIQ gelöscht, wobei die KI-Systeme bei findIQ verbleiben.

findIQ arbeitet mit drei Rollen und zusätzlich einer Gruppenstruktur für den Zugriff auf Maschinen und Vorlagen.

  1. Operator hat nur lesenden Zugriff. Über den Service Guide kann ein Operator die geführte Fehlersuche durchführen und passende Lösungen finden. Während eines realen Servicefalls lassen sich außerdem Nutzervorschläge (neue Symptome oder Ursachen) einreichen. Die Wissensbasis selbst kann ein Operator nicht bearbeiten und hat keinen Zugriff auf den Knowledge Hub.

  2. Editor kann zusätzlich Wissen pflegen. Editoren haben Zugriff auf den Knowledge Hub und legen dort Vorlagen, Verkettungen, Heatmaps und Routinen an oder bearbeiten sie. Auch eingereichte Nutzervorschläge werden von Editoren geprüft und in die Wissensbasis übernommen, angepasst oder abgelehnt.

  3. Administrator hat alle Rechte eines Editors und verwaltet darüber hinaus die Organisation. Nur Administratoren können neue Mitglieder einladen, ihnen Rollen und Gruppen zuweisen und die Einstellungen der Organisation verwalten. Administratoren haben darüber hinaus auch Zugriff auf den Insights Panel.

Die Gruppenstruktur:

Über Nutzergruppen wird gesteuert, wer auf welche Maschinen und Vorlagen zugreifen darf, zum Beispiel getrennt nach Abteilung oder Kunde. Nutzergruppen legst du in den Einstellungen an. Über das Schlüsselsymbol an der jeweiligen Maschine oder Vorlage wählst du dann die passende Gruppe aus und vergibst die Zugriffsrechte. Die Maschinenliste lässt sich in der Navigation nach Nutzergruppen filtern.

Sicherheitsrelevante Meldungen von Dritten können jederzeit vertraulich an security@findiq.de gerichtet werden. Eingehende Meldungen werden von unserem Incident Response Team bewertet und zeitnah bearbeitet.

🛠️ Fragen zu den Integrationen von findIQ und speziellen Szenarien

  • Es ist uns wichtig, die Mitarbeiter im Maschinenservice nicht mit einer weiteren Insellösung zu belasten, deshalb können wir nicht nur integrieren, sondern WOLLEN es auch.

  • Die FINDIQ-Architektur ist daher darauf ausgelegt, sich in bestehende Systemlandschaften zu integrieren, z.B. in Field Service Managementsysteme, Ticketsysteme, Wartungsmanagementsysteme und Serviceportale.

  • Hierfür stehen Standardschnittstellen (OpenAPI-konforme HTTP-Schnittstelle/REST-API) zur Verfügung.

  • Im Falle einer Integration kann eine Single-Sign-On-Funktion (SSO) genutzt werden, um einen schnellen und einheitlichen Zugriff für den Benutzer zu ermöglichen (z.B. mit Microsoft Entra ID oder einem anderen OpenID-Connect-konformen IAM-System).

  • Ein Customizing in Form einer Individualisierung der Benutzeroberfläche mit Firmenfarben und -logo ist problemlos möglich und ausdrücklich erwünscht.

  • Eine Änderung des Layouts, d.h. der Formen und Anordnungen, ist möglich, aber zeitaufwändiger und wird entsprechend verrechnet.

  • Standardmäßig benötigt die Software das Internet, um den vollen Funktionsumfang einschließlich der meisten Funktionen der künstlichen Intelligenz nutzen zu können.

  • Für den Fall, dass ein Internetzugang vor Ort aus technischen oder strategischen Gründen nicht möglich ist, stellen wir derzeit einen eingeschränkten Offline-Modus bereit, der die wichtigsten Informationen und Funktionalitäten zur Wartung und Fehlerbehebung einer Maschine vor Ort enthält. Auf Wunsch können wir Sie für die Closed Beta freischalten.

  • Hardware- und Geräteanforderungen für die Offline-Version:

    • Browsers: Safari oder Chrome

    • 3 GB Festplattenspeicher

    • 6 GB RAM

    • Android Version 15 oder höher

    • iOS nur neueste Version

🧠 Fragen zur künstlichen Intelligenz (KI) von findIQ

  • findIQ verwendet ein neuartiges und selbst entwickeltes KI-Verfahren.

  • Das KI-Verfahren ist alleiniges Eigentum der FINDIQ GmbH und wird von der FINDIQ GmbH unabhängig auf gehosteten Servern betrieben.

  • Für die optionale Wissensextraktion werden Microsoft Azure KI-Modelle verwendet, alle Funktionen, die Microsoft Azure nutzen, sind optional und können deaktiviert werden. Diese Daten werden nicht für das Training dieser Modelle verwendet.

  • Wir setzen KI ein, um die Wissensbasis (Fehlermatrix) in eine dynamische, benutzergeführte Fehlerdiagnose zu übersetzen, die den Benutzer Schritt für Schritt von den Fehlersymptomen zur Fehlerursache führt und das so schnell wie möglich.

  • Ein weiteres KI-Verfahren wurde implementiert, um die Wissensbasis bei häufiger Nutzung der Software selbstlernend zu optimieren (Feedback-System):

    • Zum einen ändern sich die Schritt-für-Schritt-Abfragen automatisch in ihrer Reihenfolge und die Diagnosen werden mit der Zeit schneller und besser.

    • Andererseits können im Laufe der Nutzung "im Feld" immer wieder Aktualisierungen und Ergänzungen der Wissensbasis vorgenommen werden, die über das Feedbacksystem verarbeitet werden.

    • Auf Basis beider Arten von Feedback generiert die KI Vorschläge zur Optimierung der Wissensbasis, die von einem Administrator angenommen oder abgelehnt werden können.

  • Die speziell entwickelte KI der findIQ-Software ist eine Kombination aus mehreren selbstlernenden statistischen Verfahren, die die natürlichen Denk- und Lernprozesse des Menschen nachahmen.

  • Die ausgewählten KI-Verfahren wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts von 2020 bis 2022 zwischen mehreren Fraunhofer-Instituten und Industriepartnern unter realen industriellen Bedingungen entwickelt und validiert.

  • Die von findIQ eingesetzten KI-Verfahren unterscheiden sich grundlegend von den generativen KI-Ansätzen, auch Large Language Models (LLM) genannt, wie z.B. ChatGPT (siehe unten), die seit 2023 in der Öffentlichkeit populär geworden sind und zunehmend auch von der Industrie evaluiert werden.

  • Bei unseren zentralen KI-Verfahren handelt es sich NICHT um ein Large Language Model (LLM), das auch in der Öffentlichkeit als ChatGPT diskutiert wird, sondern um einen modellbasierten Ansatz.

  • Für optionale Funktionen verwendet findIQ einige LLM-basierte Verfahren, um Wissen aus Dokumenten zu extrahieren. Diese Funktionen können ausgeschaltet werden.

  • Die Wahl der Art unserer Kern-KI-Modelle wurde aus verschiedenen Gründen am Ende einer umfangreichen Validierungsphase getroffen (siehe unten):

    • Die findIQ KI ermöglicht eine deterministische (nicht vom Zufall beeinflusste) Fehlerdiagnose und Selbstoptimierung von Expertenwissen in einem Umfeld, in dem Informationen über Maschinen und Prozesse oft unvollkommen und heterogen sind (anders als z.B. die Masse an frei verfügbaren Informationen zu Alltagsthemen oder B2C-Bereichen im Internet).

    • Die findIQ KI fügt keine falschen Informationen hinzu oder lässt es zu, dass Expertenwissen in zweifelhafter Weise umgedeutet wird, was z.B. im Rahmen der Fehlersuche an technisch komplexen Systemen (Maschinen und Anlagen) wichtig ist, um verschlimmernde Maschinen- oder Produktionsfehler und letztlich auch Personenschäden zu vermeiden.

    • Die findIQ KI und ihr Lernverhalten stehen permanent unter der Kontrolle des Kunden und von diesem ausgewählten Benutzern. Diesen wird ein eigener Funktionsbereich zur Verfügung gestellt, in dem die Benutzer die KI-basierten Veränderungen der Wissensbasis transparent angezeigt bekommen und steuernd eingreifen können. Im Gegensatz zum Reinforcement Learning der LLMs werden die Änderungen nicht zufällig vorgenommen.

    • Die findIQ KI verbraucht deutlich weniger Rechenleistung als generative KI-Methoden und ist in Zeiten, in denen der weltweite Energieverbrauch von Rechenzentren zunehmend in die Kritik gerät, eine nachhaltigere Alternative.

✨ Fragen zum Quinn

Ausführlich behandelt das die Quinn-Collection im Helpcenter: Was ist Quinn? und Quinn FAQ.